3. Bedienung

3.1. Vorbereiten der .itf Datei

CHECKBE verarbeitet unkomprimierte oder ZIP-komprimierte .itf Dateien. Damit der Transfer über das Internet möglichst effizient ist, empfehlen wir Ihnen jedoch immer mit ZIP-komprimierten Dateien zu arbeiten.

3.2. Aufruf des FTP-Client

In den meisten Betriebsystemen (z.B. Windows oder UNIX) wird der FTP-Client wie folgt gestartet:

  • Öffnen Sie ein Konsolenfenster (Windows: MSDOS-Eingabe).

  • Geben Sie auf der Kommandozeile folgenden Befehl ein:

    ftp 

    Das System antwortet normalerwiese mit dem Prompt:

    ftp>

    d.h. der FTP-Client ist nun für die Eingabe von Befehlen bereit.

3.3. Starten der ITF Überprüfung

Geben Sie folgende Befehle im FTP-Client ein um die ITF Überprüfung auszulösen:

  • ftp> open ftp.infogrips.ch 

    Mit dem open Befehl nehmen Sie Verbindung mit dem RICS-Server der Firma infoGrips GmbH auf. Geben Sie für den Benutzer checkbe und für das Password Ihre vollständige E-Mail Adresse ein. Das System antwortet mit:

    230 service CHECKBE ready, your email is <Passwort>.

    Falls die E-Mail Adresse falsch eingegeben wurde, müssen Sie diesen Schritt wiederholen.

  • ftp> put <ZIP-Datei>

    Für <ZIP Datei> geben Sie die unter Abschnitt 3.1, „Vorbereiten der .itf Datei“ erzeugte ZIP-komprimierte .itf Datei an. Nach der vollständigen Übertragung der .zip Datei wird die Übersetzung automatisch auf dem RICS-Server gestartet. Bemerkung: Der put Befehl kann mehrfach wiederholt werden.

  • ftp> quit

    Geben Sie zum Schluss quit ein. Sobald die Prüfung der .itf Datei abgeschlossen ist, werden Sie per E-Mail benachrichtigt.

[Anmerkung]
  • CHECKBE unterstützt nur bestimmte mit dem Kanton Bern vereinbarte Datenmodelle (z.B. amtl. Vermessung oder Raumplanung). Falls ein nicht unterstütztes Datenmodell an den Checkservice geschickt wird, wird an den Benutzer eine E-Mail mit einem entsprechenden Hinweis geschickt.

  • Im Header der .itf Datei muss der Eintrag MODL <Model> stehen, sonst kann die .itf Datei nicht überprüft werden.

  • Die .itf Dateien und alle temporären Dateien werden nach der Überprüfung sofort automatisch gelöscht.

3.4. Sprachkonversion

Für alle unterstützen Datenmodelle kann die Konversion von Deutsch nach Französisch bzw. umgekehrt verlangt werden. Dazu muss der Dateinamen der .itf Datei die Endung _fr (für Übersetzung nach Französisch) bzw. _de (für Übersetzung nach Deutsch) aufweisen.

Beispiel 1. Sprachkonversion für Modell Grunddatensatz

test_fr.itf : Wegen der Endung _fr wird die Datei zuerst in das Datenmodell Jeux_des_donnees_de_base übersetzt. Danach wird der Checker aufgerufen. Die Ausgabe der konfigurierten Fehlermeldungen erfolgt auf Französisch.

Beispiel 2. Sprachkonversion für Modell Jeux_des_donnes_de_base

test_de.itf : Wegen der Endung _de wird die Datei zuerst in das Datenmodell Grunddatensatz übersetzt. Danach wird der Checker aufgerufen. Die Ausgabe der konfigurierten Fehlermeldungen erfolgt auf Deutsch.

[Anmerkung]

Falls eine Sprachkonversion verlangt wird, wird auch das Resultat der Sprachkonversion in der Resultatdatei output.zip geliefert.

3.5. Globaler Grenztest

Für die AV Modelle Grunddatensatz und DM01AVBE10D kann der Vergleich der Grenzlinien und Grenzpunkte mit den Nachbargemeinden verlangt werden (= globaler Grenztest). Der entsprechende Test wird normalerweise automatisch nach der Prüfung der AV-Daten durchgeführt. Man kann jedoch auch nur den Grenztest oder nur den lokalen Test der AV-Daten (ohne globalen Grenztest) durchführen. Ausserdem ist es möglich die im Datensatz enthaltenen Grenzdaten als neuen Referenzdatensatz auf dem Server zu speichern. Nachfolgend sind alle Möglichkeiten im Detail beschrieben.

[Anmerkung]

Der globale Grenztest ist immer nur gemeindeweise möglich. Gemeinden, welche aus mehreren Losen bestehen, müssen zuerst zu einer vollständigen Gemeinde vereinigt werden.

3.5.1. Angabe der Testart

Auf der FTP-Kommandozeile kann man die Testart wie folgt festlegen:

ftp> quote site set param test <test>

Für den Parameter <test> sind folgende Werte zulässig:

av

Es wir nur der lokale AV-Test ohne Grenztest mit den Nachbargemeinden durchgeführt.

perimeter

Es wird nur der globale Grenztest mit den Nachbargemeinden durchgeführt. Dazu werden die Daten aus den Topics Gemeindegrenzen mit den Nachbargemeinden verglichen.

av,perimeter

Es werden beide Testarten (av und perimeter) durchgeführt. Wenn der Benutzer keine speziellen Angaben macht, wird diese Testart verwendet.

Der Parameter muss jeweils vor dem Schicken der Daten mit put gesetzt werden.

3.5.2. Speichern der Referenzdaten

Wenn die Grenzlinien und Grenzpunkte in einem AV Operat korrekt sind, können sie auf dem Server als neuer Referenzdatensatz abgelegt werden. Dazu steht folgender FTP-Befehl zur Verfügung:

ftp> quote site set param save perimeter

Der Befehl muss ebenfalls vor dem put Befehl abgesetzt werden. Die Daten werden nur dann auf dem Server gespeicher, wenn der AV-Datensatz einen gültigen Gemeindenamen mit gültiger BFSNr enthält. Sonst wird das Speichern des Datensatzes mit einer Fehlermeldung in der .log Datei abgelehnt. Die auf dem Server verfügbaren Referenzdatensätze können unter

http://www.infogrips.ch/rics/checkbe

jederzeit abgefragt werden.

3.5.3. Vollständiges Beispiel

Im folgenden Beispiel werden von zwei Operaten die Grenzenlinien und Grenzpunkten mit den Nachbargemeinden verglichen und anschliessend die Grenzen und Grenzpunkte als neue Referenzdaten auf dem Server gespeichert:

Beispiel 3. Globaler Grenztest mit Speichern der Grenzdaten

ftp> open ftp.infogrips.ch
ftp> quote site set param test perimeter
ftp> quote site set param save perimeter
ftp> put gemeinde1.itf
ftp> put gemeinde2.itf
ftp> quit

Bemerkungen zum Beispiel:

  • Die Parameter test perimeter und save perimeter werden vor dem Senden der .itf Dateien mit put gesetzt.

  • Nach dem Setzen der gewünschten Parameter mit quote site set param ... können beliebig viele Dateien gesendet werden. Die Parameter bleiben in der gleichen FTP-Session solange gültig bis sie überschrieben werden. Beim frischen Einloggen in den FTP-Server werden die Parameter wieder auf ihre Defaultwerte zurück gesetzt.

  • Die Dateien müssen keine speziellen Dateinamenkonventionen befolgen. Für das Speichern bzw. globale Vergleichen der Grenzdaten müssen die Dateien jedoch zwingend den Gemeindenamen und die BFSNr enthalten. Diese Daten werden ausserdem auf ihre Korrektheit überprüft. Falsche Gemeindenamen oder BFS-Nummern werden nicht akzeptiert, bzw. führen dazu, dass der Test oder das Speichern der Grenzdaten nicht durchgeführt werden kann.